Bildung gegen Armut

Seit vielen Jahren verbindet Hürth eine lebendige Städtepartnerschaft mit Kabarnet in Kenia. Getragen vom Partnerschaftsverein Hürth (PVH) und im Rahmen der Christlichen Jugendarbeit unterstützt die Martinushilfe gemeinsam mit den Hürther Kirchen Menschen vor Ort – nach dem Grundsatz „Hilfe zur Selbsthilfe“.
Dabei geht es nicht nur um Bauprojekte zur Verbesserung von Wasserversorgung, Hygiene und Bildung, sondern ebenso um die Förderung von Frauen- und Umweltgruppen sowie die Ausbildung junger Menschen. Entscheidend ist von Anfang an, dass die Projekte an den tatsächlichen Bedürfnissen vor Ort ausgerichtet werden – und nicht einseitig von außen bestimmt wird, was für die Menschen vermeintlich am besten ist.
Herzstück der Partnerschaft ist die 2007 auf Hürther Initiative gegründete Kabarnet-Hürth-Schule. Aus anfangs 49 Schülerinnen und Schülern ist eine Schule mit inzwischen fast 500 Kindern und Jugendlichen gewachsen, mit zehn Klassenräumen und einem naturwissenschaftlichen Fachraum. Ein wichtiger Baustein ihres Erfolgs ist das von den Hürther Kirchen finanzierte Stipendienprojekt: Von 2015 bis 2024 wurden 56 Stipendien über jeweils vier Jahre vergeben, von denen bereits 35 Schülerinnen und Schüler ihren Schulabschluss erreicht haben. Im Schuljahr 2025 werden 31 Jugendliche unterstützt – 28 über die Kirchen und drei durch private Sponsoren.
Das Besondere am Projekt Kabarnet ist seine Nachhaltigkeit und Unmittelbarkeit: Seit inzwischen zehn Jahren kommt jeder gespendete Euro direkt der Ausbildung der Schülerinnen und Schüler zugute – und damit ihrer Chance auf ein selbstbestimmtes, wirtschaftlich abgesichertes Leben in ihrer Heimat.
Seit 2025 haben wir schon über 60 über jeweils vier Jahre vergeben. Viele davon haben schon das Abitur gemacht. Im Moment sind über 30 Schülerinnen und Schüler in der Förderung und für das Jahr 2027 sind schon wieder neue Stipendien durch Spenden gesichert.
